Für die Klasse 5 des Schuljahres 2019/2020 begrüßen wir herzlich 24 Schülerinnen und Schüler.

Journalismus in Zeiten von Snapchat und Twitter

Klasse 8 zu Besuch bei Schwäbisch Media in Ravensburg

Dreischichtbetrieb, Wochenend- und Feiertagsarbeit, wechselnde Anforderungen und eine ungewisse berufliche Zukunft – so beschrieb Frank Hautumm, Chefredakteur der Ravensburger Ausgabe der Schwäbischen Zeitung, etwas überspitzt den Alltag eines Zeitungsjournalisten. Von dieser Arbeit konnten sich die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse kürzlich bei einem Besuch vor Ort ein Bild machen. Um für die Herausforderungen der Zeit gewappnet zu sein, absolvieren angehende Schwäbisch Media-Redakteure mittlerweile ein Crossmedia-Volontariat, bei dem sie nicht nur auf klassischen Zeitungsjournalismus vorbereiten werden, sondern auch Online-, Radio- und Fernsehberichterstattung lernen. Die Printausgaben seien rückläufig, dafür lesen immer mehr Menschen ihre Zeitung auf dem Tablet. Die Schüler erfuhren, wie eine „normale“ Arbeitsschicht in der Zeitungsredaktion abläuft, wie man an glaubwürdige Informationen gelangt und wie es eine Nachricht in die Zeitung schafft. Schnell wurde klar, dass Teamwork gefragt ist: Welche Nachrichten sind von Belang? Wer geht zu welchem Termin? Was kommt gerade neu herein? Dass ein Journalist nicht einfach so drauflos schreiben kann, zeigte der Besuch in der Redaktion. Ein Großraumbüro, in dem jeder möglichst alles mitkriegen soll. Schon am Morgen bereiten dort Layouter die einzelnen Zeitungsseiten vor, jeder Artikel erhält seinen Platz und damit auch eine bestimmte Zeilenzahl. Ein Großbildschirm schaltet automatisch zwischen den wichtigsten Nachrichtensendern hin und her. „Wir wollen einfach nichts verpassen“, erklärte Hautumm. Weiter ging es durch den einladend gestalteten Lobby-Bereich, in dem auch Interviews geführt werden, zu den Studios von Regio-TV. Moderator Thomas Baunach zeigte die technischen Möglichkeiten auf und wagte einen Blick in die Zukunft des Fernsehjournalismus. Ungeachtet ihrer Verbreitungsart, so glaubt er, werden sich die Menschen auch weiterhin für seriöse und professionell gemachte Nachrichten aus der Region interessieren.