Lehrreiches Wochenende beim Internationalen Jugendprogramm in den Allgäuer Alpen

Als Abschlussexkursion der diesjährigen Absolventen des Internationalen Jugendprogramms an unserer Schule, waren Felix Preuß und Samuel Boockmann (Klasse 11) gemeinsam mit ihrem Lehrer Florian Haas zwei Tage in den Allgäuer Alpen unterwegs. Zwei Tage, die unterschiedlicher – und damit auch lehr- und abwechslungsreicher – kaum sein konnten, erlebten die drei dabei in den Bergen rund um das Bergdorf Hinterstein.

Der Samstag wurde geprägt durch das sehr warme Sommerwetter und die schweren Rucksäcke auf den durchtrainierten Schultern. Über 1000 Höhenmeter und rund 10 Kilometer waren geplant und führten zu vielen Schweißperlen auf den Gesichtern. Der Weg führte zunächst an der Ostrach entlang, später an einigen Almhütten vorbei ins Hochgebirge der Daumengruppe. Unterwegs wurde praxisorientiert Theorie eingebunden. Mit Kompass und Karte wurden verschiedene Techniken der Orientierung geübt, es gab interessante Tipps zur Tempogestaltung beim Steigen und die örtliche Fauna wurde intensiv besprochen. Gämsen, Murmeltiere und Allgäuer Braunvieh konnten hier beobachtet werden. Nach fünfeinhalb Stunden war dann endlich das Ziel, der malerische Engeratsgundsee, erreicht. Jetzt stand entspannen, abkühlen und das Biwak vorbereiten auf dem Programm. Auch für den nächsten Tag wurden nochmal Pläne geschmiedet und Routen geplant. Um 18:00 Uhr bekam die Gruppe dann doch noch das fast sicher erwartete Wärmegewitter ab. Die Stärke desselben überraschte dann aber doch. Minutenlanger Hagel, Blitze, die zeitgleich mit dem Donner in nächster Nähe einschlugen und stürmische Windböen lehrten eindrucksvoll, wie schonungslos und rau die Wetterumschwünge in den Alpen doch sein können. Die Jungs hatten selbstverständlich längst vorgesorgt und ihr geplantes Biwak unter freiem Himmel in die schmuddelige Seehütte verlegt. Dort wurde noch gekocht und gegessen, bevor es dann recht schnell in die Schlafsäcke ging.

Da sich Regen und Gewitter mittlerweile wieder verzogen hatten, konnte sogar im 1000-Sterne Hotel übernachtet werden.

Zumindest bis um 2 Uhr nachts, dann nämlich setzte erneut Regen ein. Flucht also ins Hüttchen und weiterpennen bis der Morgen graut. Grau war es dann tatsächlich und nachdem der Regen bis auf eine kurze Pause nicht mehr aufhören wollte, entschied die Gruppe am Morgen zum Giebelhaus abzusteigen und die Tour früher als geplant zu beenden. So waren am Sonntag Tiere wie der Alpensalamander, die Weinbergschnecke und die nasse Kuh zu beobachten. Ein kleines Techniktraining zum Absteigen über nasse Felsen und Gras konnte ohne Probleme eingebaut werden. Ziemlich nass aber glücklich konnte man schließlich um die Mittagszeit die Heimfahrt antreten.

Zwei eindrucksvolle Tage, die die erfahrungsreiche Zeit des Internationalen Jugendprogramms gebührend abschlossen.