Tobias Keller ist für ein Schuljahr in die USA "ausgewandert".  
Anbei eine kleine Zusammenfassung der bisherigen Reisegeschichte von Tobias.:

Tobias Keller in den USA (Teil 1)
Tobias Keller Bilder (Teil 1)

Tobias Keller Bilder (Teil 2)

Weihnachten in Amerika zusammen mit meiner Gastfamilie war klasse. Am 24.12. (Christmas eve) waren wir abends in der Kirche zum Gottesdienst, danach haben wir zusammen mit der Familie gegessen und Weihnachtsfilme angeschaut. Um Mitternacht haben wir alle unsere Socken über den Kamin gehängt, sind ins Bett gegangen und haben auf Santa gewartet. Am 25. standen wir natürlich früh morgens auf, um gleich unsere Geschenke auszupacken. Zum Mittagessen gab es Truthahn mit allerlei Beilagen und zum Abschluss noch Ice cream. Nach dem Mittagessen hat die ganze Familie zusammen das NBA Special Miami Heat gegen Oklahoma City Thunder angeschaut.

Silvester hat sich nicht sehr von dem in Deutschland unterschieden, allerdings wird hier nicht so viel Wert auf Böller und Raketen gelegt, wobei man nicht vergessen darf, dass ich auf dem tiefsten Land lebe, vielleicht ist es in der Stadt anders.

Insgesamt waren die Ferien relativ ruhig, am 27. Dezember waren meinen beiden Brüder und ich gemeinsam beim Skifahren, was uns ohne Eltern sehr viel Spaß gemacht hat. Am 7. Januar ging es wieder los mit der Schule und nach 4 Tagen am 11. Januar war unser erstes Halbjahr (Semester) vorbei und wir haben an diesem Freitag unsere Semesterinformation bekommen. Hier das Ergebnis:
English:A
Government: A+
Agriculture:A
Geometry: A
Health:A
English elective: A+
Chemistry:A
Mit diesem Zeugnis war sowohl meine Familie hier, als auch meine Familie in Deutschland sehr zufrieden und nun hoffen alle, dass ich das zu Hause fortsetzen kann.

Hier noch mein Stundenplan:
Also, oben sehen Sie meine Fächer vom ersten Halbjahr. Englisch ist wie bei uns, hier lernen wir schreiben, lesen, sprechen, hier wird erwartet, dass man Reden vorbereitet, um diese dann vor der Klasse vorzutragen, auch werden hier Bücher gelesen und jeden Tag wird in unser composition book über unseren Tag oder ein bestimmtes Thema geschrieben.
Government ist mit Gemeinschaftskunde zu vergleichen, hier lernt man, wer in der Regierung welche Aufgabe hat, wie man wählt, wer für wie lange gewählt werden kann, usw.
Agriculture ist ein sehr praktisches Fach, im Sommer bauen wir an einem Haus und bilden neue Treppen, bauen einen neuen Schuppen und pflanzen einen neuen Garten an. Jetzt im Winter haben wir in der Werkstatt an Schneidebrettern für die Familien gearbeitet, jeder musste aus Holz sein eigenes Schneidebrett bauen, wahlweise konnten wir auch nebenbei an einem Truck herum- schrauben, um diesen wieder zum Laufen zu bringen, was wir schließlich nach 3 Monaten auch erfolgreich geschaffte haben.
Geometry ist wie Mathe in Deutschland, allerdings befasst es sich hier ausschließlich mit Geometrie, für alles andere müsste man  Algebra wählen, ansonsten ist es gleich wie in Deutschland.

Nach diesen Fächern ist Lunch angesagt, gegessen wird in der Schule, oft Hot Dogs, Spaghetti oder Burger.
Nachmittags hatten wir im ersten Halbjahr Health, ein Fach, in dem man über gesunde Ernährung informiert wird, wie spezielle Krankheiten zustande kommen und wie man sie behandeln kann, man erfährt, wie man richtig mit seinem Körper umgeht. In der letzten Woche hatten wir ein Experiment, bei dem jeder Schüler ein elektronisches Baby für eine Nacht mit nach Hause nehmen musste, das Baby hat geschrien, man musste die Windeln wechseln und es füttern. Es war ziemlich realistisch, leider hatte ich diese Nacht nur wenig Schlaf. Das ganze sollte uns zeigen, wie schwierig es ist, ein Baby zu haben und dass die Versorgung viel Verantwortung verlangt.
English elective, ist ein reines Lese-Fach,  wo nur Bücher gelesen werden, was mir mit der fremden Sprache sehr hilft. In den ersten neun Wochen meines Aufenthalts haben wir uns hauptsächlich mit den griechischen und römischen Göttern befasst, bevor wir mit unserem ersten Buch "All Quiet on the Western Front" zu deutsch "Im Western nichts Neues" angefangen haben, mittlerweile sind wir schon bei unserem 5. Buch.
Zum Schluss haben wir chemistry, das sich im Großen und Ganzen nicht von Chemie in Deutschland unterscheidet.
Die Schule beginnt jeden Tag 8 Uhr, ein Fach geht 60 Minuten.
In der Regel sind wir so gegen 16 Uhr zu Hause, dann haben wir Zeit für einen Snack, bevor es von 17 bis 19 Uhr weiter mit Basketball-Training geht, trainiert wird hier jeden Tag. Freitag und Samstag haben wir dann unsere Spiele gegen andere High Schools.
Mein Stundenplan für das neue Halbjahr hat sich kaum geändert, die ersten 4 Stunden sind gleich geblieben, nach dem Lunch habe ich nun anstatt Health Physics, was sich vom Inhalt überhaupt nicht von Physik aus Deutschland unterscheidet. 
Anstatt Chemie haben wir jetzt in der letzen Stunde P.E, also Sport auch das ist nicht anders als in Deutschland, viele Spiele (hauptsächlich natürlich Basketball).
Ach ja, wir haben hier jeden Tag die gleichen Fächer, auch werden jetzt viele denken, das Schule bis um 15.45 relativ lang ist, aber denen sei gesagt, wir haben hier immer nur Montag bis Donnerstag Schule, Freitag ist jede Woche unser freier Tag.

Momentan haben wir hier gerade wieder Schnee, bis zuletzt war fast alles weggeschmolzen und jetzt haben wir wieder 10 inches (25cm) Neuschnee. Das ist sehr schön, es gibt viele tolle Dinge hier zu machen im Schnee, auch wenn er langsam ein bisschen nervig wird.
So das war's mal wieder, im Allgemeinen ist hier alles rundherumum perfekt.

Wir sehen uns in 4 Monaten wieder, bis dahin viele Grüße aus Long Creek, Oregeon USA
Tobias Keller

Tobias Keller Bilder (Teil 2)

Tobias Keller in den USA (Teil 1)
Tobias Keller Bilder (Teil 1)