Tobias Keller ist für ein Schuljahr in die USA "ausgewandert".  
Anbei eine kleine Zusammenfassung der bisherigen Reisegeschichte von Tobias.:

Tobias Keller in den USA (Teil 1)
Tobias Keller Bilder (Teil 1)

 

Tobias Keller in den USA (Teil 2)
Tobias Keller Bilder (Teil 2)

USA Teil 3

Nach Silvester wurde mein zu Beginn noch sehr abenteuerreiches Leben in den USA schnell zur Gewohnheit und alles ging irgendwie ganz vertraut und wie zuhause von statten. Von Tag zu Tag wurde alles normaler und weniger aufregend, was mir die Zeit, weit weg von zuhause in Deutschland noch viel einfacher gestaltet hat. Die Dinge und Abläufe bekamen Gewohnheit und Routine. Nachdem ich 3 Monate so gelebt habe, als ob ich zu Hause wäre und Sachen gemacht habe, die für Außenstehende zwar aufregend und cool erscheinen, doch für mich in der Zwischenzeit schon normal waren, war ich froh, dass der März und somit auch mein Student Trip vor der Türe stand. Ich hatte zum Beginn meiner Reise eine 6 tägige „California Experience Tour“ gebucht, die von meiner amerikanischen Austauschorganisation veranstaltet wurde. Ich freute mich nun sehr auf den 2. März, an dem es losgehen sollte. Dieser Trip sollte mir helfen nochmal aus dem nun doch schon sehr „normalen“ amerikanischem Leben herauszukommen und noch einmal die Faszination USA hautnah zu erleben. Früh am Morgen des 2. März ging es los zum Flughafen Pasco, WA., von dort aus ging es nach Portland und dann direkt nach San Francisco. Das Programm versprach drei Tage viel Neues bei warmen Temperaturen: Mit dabei war zum Beispiel eine Städtetour, der Besuch der berühmten Berkley University, ein Stopp im Golden Gate Park, Abendessen bei der „Fisherman’s Wharf", ein Spaziergag über die Golden Gate Bridge, und natürlich durften wir am Abend auch noch mit einem Cable Car durch das hüglige San Francisco fahren, um die beeindruckende Stadt mit rund 800.000 Einwohnern auch einmal bei Nacht anzusehen. Am vierten Tag ging es auf nach Los Angeles für zwei weitere tolle Tage. Hier machten wir Stopps am Venice Beach, Santa Monica, Beverly Hills, Rodeo Drive, Sunset Boulevard, Universal Studios und natürlich beim Hollywood Walk of Fame. Am nächsten Tag flog ich sehr müde und glücklic mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck zurück in das heimische Long Creek. Nach ein paar Tagen Eingewöhnung ging wie zuvor schnell das normale Leben in der Kleinstadt wieder los und mein Leben unterschied sich kaum von dem in Deutschland, alles was vorher aufregend war, war nun normal und gehörte zum Alltag.

Alles was am Anfang so beeindruckend für mich war, war nun ganz normales Leben, bis auf die Sprache und das Leben mit Brüdern gab es für mich keine Unterschiede mehr. Am 23.März hieß es endlich Spring break und meine Gastmutter, mein Bruder Sam, zwei Freunde und ich fuhren für ein paar Tage nach Portland, mit 600.000 Einwohnern die größte Stadt Oregons, um dort ein paar unvergessliche Tage zu verbringen. Danach verging die Zeit bis zu meiner Abreise relativ schnell und wir hatten noch ein paar schöne Momente, umso trauriger war ich, als dann der Tag gekommen war, auf den ich 1 Jahr gewartet hatte. Sam, Linda und ich fuhren schon am Vorabend nach Washington, da mein Flug sehr früh am Freitagmorgen angesetzt war. Schon in Long Creek gab es eine große Abschiedsparty und einen traurigen Abschied mit dem Versprechen, dass man sich so schnell wie möglich wieder sieht und auf jeden Fall in Kontakt bleibt. Am Freitagmorgen ging es los, noch ein letzter tränenreicher Abschied und dann ging es ab in den Flieger nach Denver, wo ich 7 Stunden Aufenthalt hatte. Von dort ging es dann in 10 Stunden weiter nach Frankfurt und von dort direkt nach Stuttgart, wo ich endlich wieder deutschen Boden unter den Füßen hatte und wo meine Freunde und Eltern nach einem Jahr Abwesenheit auf mich warteten.

Mein vergangenes Jahr war das beste Jahr meines Lebens. In diesem Jahr konnte ich viele unvergessliche Erinnerungen sammeln und habe viele neue Freunde dazugewonnen, eine zweite Heimat und eine neue Familie gefunden und eine zweite Sprache fließend zu sprechen gelernt. Dieses Auslandsjahr anzutreten war die beste Entscheidung meines Lebens.