Ei, Ei, Ei – Ostern ist doch schon lange vorbei….

Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 lange mit der Hühnerhaltung beschäftigt hatten, untersuchte die Klasse den Aufbau eines Hühnereis zunächst an einer Buchabbildung und fand heraus, dass Hennen bei der Eierproduktion zwar Eier legen, aus diesen unbefruchteten Eiern aber keine Küken schlüpfen können. Zudem erfuhren die Schülerinnen und Schüler ihnen bisher unbekannte Fakten über die Eierproduktion. Unsere 6er waren schockiert darüber, dass männliche Küken „geschreddert“ werden, da sie für die Fleisch- und Eierproduktion nicht benötigt werden. Und als sie unter dem Tisch sitzend testeten, wie sich ein Huhn in einem Standardkäfig fühlt, konnten sie es kaum glauben, dass das die gesetzliche Mindestgröße sein soll. 

Um den Aufbau eines Hühnereis zu vertiefen, untersuchten sie danach im Rahmen des Biologieunterrichts rohe unbefruchtete Hühnereier. Das schon oft gesehene Hühnerei entpuppte sich dabei als kleines Wunderwerk der Natur. „Wir präparieren gerade eine Riesenzelle“, erklärt ein Schüler und öffnet mit der Pinzette hochkonzentriert die harte Kalkschale, ohne dabei die feine innere Haut zu zerstören. Einen Tisch weiter wird die Kalkschale gerade genauer unter die Lupe genommen. „Die hat ja richtige kleine Löcher drin!“ „Das sind Poren“, erklärt die Nebensitzerin lachend. 

Die Schülerinnen und Schüler sind froh, endlich einmal wieder im Biologie-Unterricht praktisch arbeiten zu dürfen. Aufgrund des langen Home schoolings und der strengen Hygiene-Regeln waren viele Versuche in den Naturwissenschaften nicht oder nur als Demonstrationsversuch machbar. 

Die Präparation des Hühnereis wurde darum in diesem Schuljahr noch mehr herbeigesehnt als in den vorhergegangenen sechsten Klassen. Die Sechstklässler präparieren zum ersten Mal, sie erstellen ein genaues naturwissenschafliches Protokoll und lernen das Arbeiten mit Präpariernadel, Pinzette und Skalpell sowie das Erstellen einer biologischen Skizze kennen.

„Ich hab hier was Komisches entdeckt, was ist das?“ In der ersten Reihe taucht eine Frage auf. Normalerweise würden nun die Mitschüler kommen und gemeinsam beraten, was da genau gesichtet wurde. Aufgrund der momentanen Hygiene- und Abstandsregeln ist das jedoch nicht möglich. „Schick doch mal ein Bild“, ist die Lösung. Innerhalb weniger Sekunden ist das gefundene Detail mit dem IPad fotografiert und auf dem Beamer zu sehen. Alle können nun mit Abstand auf ihren Plätzen miträtseln. Die Lösung? „Hagelschnüre!“ Das Bild wurde dann sogleich mit Hilfe des iPads und des Apple-Pencils beschriftet.

Schlussendlich wurden alle Ergebnisse in Wort und Bild festgehalten, so konnten die Mitschüler die Ergebnisse auch sehen, ohne dass man sich zu nahe kommen musste.

So genau hat sicher noch keiner sein Frühstücksei unter die Lupe genommen. Und das nächste Osterei? Wird mit Sicherheit gesucht und so schnell wie eh und je gefunden, aber dann vielleicht ein wenig bewusster verspeist.

Anmerkung: Die Bilder des Artikels wurden aufgenommen, als das Arbeiten ohne Abstand aber mit Masken gerade erlaubt war. Jeder hat mit seinem Sitznachbarn gearbeitet, neben dem er sowieso im Unterricht sitzt.

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