Im Rahmen einer GFS haben wir uns mit unserer Lehrerin darauf geeinigt, passend zum Anlass des Deutsch-Französischen Tages am 22.Januar, eine Ausstellung über die deutsch-französische Freundschaft zu gestalten. Wir haben uns gefragt, wie weitreichend dieses Thema ist – historisch, aber v.a. auch in Bezug auf seine Bedeutung heute. Daraus ergab sich die Leitfrage:
Welche Rolle spielt die deutsch-französische Freundschaft heute, mehr als 60 Jahre nach ihrer Entstehung?
Zur Schau stellen wollten wir das Thema vor allem durch Interviews mit direkt beteiligten Personen (deutsche und französische Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler, die am Austausch teilgenommen haben). Ergänzt wurden diese durch Erklärvideos, die wichtige historische Meilensteine der deutsch-französischen Zusammenarbeit verdeutlichen, wie zum Beispiel den Élysée-Vertrag, Städtepartnerschaften oder die Rolle des gemeinsamen Fernsehsenders ARTE. Dabei wurde deutlich, dass der Élysée-Vertrag den Ausgangspunkt dieser Freundschaft bildete und dass diese Zusammenarbeit anfangs keineswegs selbstverständlich war.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung war die Frage, wie die deutsch-französische Freundschaft heute gelebt wird – in der Schule, in den Medien und im Alltag. Die Interviews zeigten unterschiedliche Perspektiven, machten aber auch deutlich, dass persönliche Begegnungen eine zentrale Rolle spielen. Besonders hervorgehoben wurde dabei das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW/OFAJ), das als wichtige Verbindung zwischen jungen Menschen gilt und Austauschprogramme, Begegnungen und weitere Möglichkeiten wie Brieffreundschaften organisiert.
Auch die Erfahrungen aus dem Schüleraustausch zwischen Conches und Aulendorf nahmen einen wichtigen Platz ein. Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 12 berichteten von persönlichen Erlebnissen, die gezeigt haben, dass solche Begegnungen helfen, die andere Kultur besser zu verstehen, Vorurteile abzubauen und die Sprache im direkten Kontakt leichter zu lernen. Viele dieser Erfahrungen wurden als sehr positiv beschrieben und bleiben oft lange in Erinnerung.
Dabei fiel uns auf, wie viel unterschiedliche Arbeit ein solches Projekt mit sich bringt. Zuerst das Organisatorische: Man braucht einen genauen Zeitplan, der eingehalten werden sollte, aber auch genügend Puffer bietet. Auch das Kommunikative darf nicht unterschätzt werden, da viele Interviews geplant und koordiniert werden mussten. Da man nie genau planen kann, wann eine Person (z.B.: Ein Teilnehmer eines Interviews) sich meldet, kann es durchaus dazu kommen, dass man innerhalb kurzer Zeit an mehreren verschiedenen Dingen arbeitet und somit auch das „multitasken“ lernt. Außerdem war Recherchearbeit besonders für die Erklärvideos zu den historischen Hintergründen wichtig.
Am Ende kamen wir zu dem Ergebnis, dass es wirklich Spaß machen kann, ein so vielfältiges Projekt in Angriff zu nehmen. Das liegt hauptsächlich daran, dass man sich mit vielen verschiedenen Meinungen und interessanten Fakten auseinandersetzt und sie zuletzt auch vielen Menschen zeigen kann.
Fabian Rimmele, Matti Salzbrunn




