Im Rahmen der Unterrichtseinheit „La francophonie et ses aspects historiques, politiques, économiques et socioculturels“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 mit unterschiedlichen Perspektiven der Frankophonie auseinander. Eine besondere Perspektive auf die Frankophonie eröffnete ein Projektnachmittag im Rahmen des Programms „Europa macht Schule“. Der senegalesische Doktorand Ibrahima Ndiaye (Universität Tübingen) besuchte den Französischunterricht und gestaltete gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern einen interaktiven Austausch zum Thema „Rencontres avec le Sénégal : religion, société et pratiques culturelles – regards croisés et expérience culinaire“.
Zu Beginn stellte Ibrahima seinen persönlichen Bildungsweg vor: seine Herkunft im Senegal, sein Studium und seinen Weg an die Universität Tübingen. Dabei berichtete er auch von seinen ersten Erfahrungen in Deutschland sowie von den Chancen und Herausforderungen, die mit einem Studium auf einem anderen Kontinent verbunden sein können. Dabei wurde deutlich, dass Mobilität nicht nur bedeutet, den Ort zu wechseln, sondern oft auch neue Lebensbedingungen, Freiheiten und gesellschaftliche Normen kennenzulernen.
Ausgehend von diesen Perspektiven arbeiteten die Lernenden anschließend in Gruppen zu drei Aspekten der senegalesischen Gesellschaft: der Rolle der Religion, kulturellen Praktiken wie Gastfreundschaft und Sport sowie gesellschaftlichen Fragen rund um Identität. Auf dieser Grundlage erstellten sie Poster und präsentierten ihre Ergebnisse. Die anschließende Diskussion zeigte unter anderem, wie stark religiöse Toleranz, soziale Traditionen und gesellschaftliche Werte das Zusammenleben im Senegal prägen.
Den Abschluss bildete eine kulinarische Begegnung: Die Schülerinnen und Schüler konnten senegalesische Spezialitäten probieren, darunter „Mafé“, ein Erdnusseintopf mit Reis, sowie die Getränke „jus de baobab“ (Affenbrotbaum-Saft) und „jus de bissap“ (Hibiskussaft).
Der persönliche Austausch machte viele der im Unterricht behandelten Themen greifbar und eröffnete den Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven auf die Frankophonie, die über Lehrbuchwissen hinausgehen.
Ein herzlicher Dank gilt Ibrahima Ndiaye für seine Zeit, seine Offenheit und die spannenden Einblicke!





