Älteste aktive Hermetosphäre unserer Schule seit 1 Jahr und 10 Monaten verschlossen

Von den fünf Hermetosphären, die unsere jetzige Klasse 11 damals im Februar 2022 gebaut und verschlossen haben, ist eine unbeugsame immer noch heute, am 13.12.2023, aktiv. Die Hermetosphäre „Spandau Innenstadt“ wächst und gedeiht, obwohl sie seither, also seit einem Jahr und zehn Monaten, nicht mehr geöffnet wurde!

Wie kann das sein? Was ist eine Hermetosphäre und wie kann sie so lange überleben?

Eine Hermetosphäre ist ein eigenes, in sich geschlossenes Ökosystem. Es besteht aus einem Biotop (der unbelebten Umwelt), einer Biozönose (der Gemeinschaft von Lebewesen), bestehend aus einer Pflanze (Fittonia sp.), Tieren (Asseln und Springschwänze), Bodenbakterien und etwas kalkarmem Leitungswasser. Der Luftvorrat, insbesondere an Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid, ist ausreichend.

Die Pflanze Fittonia betreibt tagsüber am Fenster unseres Bioraums Fotosynthese. Dabei produziert sie mit Hilfe des energiereichen Sonnenlichts, des verfügbaren Kohlenstoffdioxids und Wassers eine energiereiche Verbindung (Traubenzucker) auf. Als Nebenprodukt entsteht Sauerstoff.

Nachts setzt sie die gespeicherte Energie aus dem Zucker mit Hilfe von Sauerstoff durch Zellatmung wieder frei und nutzt diese für Lebens- und Wachstumsprozesse, was man an den sich stetig neu ausgebildeten Blätter- und Wurzeltrieben beobachten kann. Als Nebenprodukte entstehen wiederum Kohlenstoffdioxid, Wasser und Wärme. Die praktischerweise wieder für die Fotosynthese benötigt werden.

Die Tiere hingegen sind zu jeder Tages- und Nachtzeit auf die Zellatmung und auf das Vorhandensein von Sauerstoff angewiesen. Asseln und Springschwänze konsumieren lebende und tote Blätter. Die Bodenbakterien, die mit den Resten des ursprünglichen Erdreichs an den Pflanzenwurzeln eingebracht wurden (eine Hermetosphäre ist nicht steril), zersetzen letztendlich das abgestorbene Pflanzenmaterial und setzen daraus wieder die verfügbaren Mineral- und Nährstoffe frei, die ebenfalls in der Fotosynthese benötigt werden.

Man kann sogar den Wasserkreislauf im Tagesverlauf gut erkennen. Mit steigender Sonneneinstrahlung verdampft das Wasser und schlägt sich wieder als Regen an der kühleren Glasinnenwand nieder.

Übrigens: Ein ähnliches Experiment gab es groß angelegt auf der Erde mit Menschen. Das Experiment „Biosphäre 2“ beherbergte Bionauten, die in einem abgeriegelten System überleben sollten. Klingt wie Science-Fiction und war es damals auch, mit durchaus interessanten Ergebnissen. Im Internet gibt es dazu viele spannende Infos.

Wir hoffen, dass „Spandau Innenstadt“ die Klasse 11 bis zum Abi begleiten wird. Bis dahin wird sie liebevoll alle paar Tage gedreht, so dass Fittonia gleichmäßig beschienen wird.

Für Hermetosphärennachwuchs ist ebenfalls gesorgt. 

Die Klasse 7 hat am 25.10.2023 im Biounterricht vier neue Hermetosphären erstellt, die bisher ebenfalls alle wachsen und gedeihen. Wir wünschen „Schnitzelwecka“, „Birgritt“, „Freddecly“ und „Daunie“ für die Zukunft alles Gute und ein langes Leben! Wir werden über deren Rekorde berichten!

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