Am Freitag den 6.11. durfte die 7. Klasse die Ravensburger Moschee besuchen, mit im Gepäck viele neugierige Fragen.
Wir wurden sehr freundlich empfangen und bei der Führung durch das Gebäude wurde schnell klar, dass eine Moschee nicht nur ein Ort des Gottesdienstes bzw. Gebets ist.
Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von vielen Räumlichkeiten unter einem Dach, die für alle Belange des Gemeindelebens genutzt werden können. Neben Gemeinschaftsräumen finden sich Unterrichtsräume, in denen die Koranschule, aber auch beispielsweise Unterricht in Arabisch stattfindet. Es gibt Räumlichkeiten für die rituellen Waschungen vor dem Gebet und auch Räume, die für Feiern gemietet werden. Spannend war für die Schülerinnen und Schüler auch der Keller, wo es einen Raum für die Totenwaschung gibt und schließlich natürlich der große Gebetsraum, in dem die Gemeinde auch das Freitagsgebet begeht.
Nachdem die Schuhe ordentlich in Regalen abgestellt waren, fiel gleich auf, dass der große Raum mit einem dicken Teppich ausgelegt ist, der zur gemütlichen Fragerunde im Sitzen einlädt. Doch neben den augenfälligen Unterschieden zu christlichen Gotteshäusern fanden sich auch Gemeinsamkeiten in der religiösen Praxis – der Gemeinschaftsaspekt beim Beten, das Gebäude als sozialer und spiritueller Ort, der auch einen Bildungswunsch vertritt, natürlich der Vergleich der Fastenzeiten oder der Rolle Jesu als Sohn Gottes bzw. als Prophet Isa, wie er im Arabischen heißt und Abraham als Urvater der drei monotheistischen Religionen.
So hatten die Schülerinnen und Schüler immer wieder Punkte, an denen sie an Bekanntes anknüpfen und so den interreligiösen Dialog im Kleinen üben konnten.
Wir bedanken uns für die Gastfreundschaft und die interessanten Impulse und verabschieden uns mit einem Gruß, der uns in diesen Zeiten besonders wichtig erscheint: „Salam Aleikum – Friede sei mit euch“





