In Kooperation mit dem Kreisarchiv Ravensburg besuchten die Klassen 9 und 11 am 4. Dezember das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg (DZOK) in Ulm, um sich an diesem authentischen Lernort mit der Geschichte früher nationalsozialistischer Verfolgung auseinanderzusetzen.
Während der Exkursion besichtigten die Schülerinnen und Schüler die Dauerausstellung des DZOK, welche zur Auseinandersetzung mit Biografien ehemaliger Häftlinge sowie originalen historischen Quellen einlud. Ergänzend dazu erhielten die Klassen eine Führung über das gesamte Gelände der ehemaligen Festung. Dabei wurden unter anderem die Kasematten und der Appellplatz erkundet, wodurch u.a. deutlich wurde, wie der Haftalltag von Entwürdigung, Gewalt und permanenter Kontrolle geprägt war und wie das Lager gezielt zur Einschüchterung und Ausschaltung politischer Gegner genutzt wurde.
Zum Abschluss der Exkursion reflektierten die Klassen ihre Eindrücke: Dabei wurde deutlich, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern aktiv gelebt, geschützt und verteidigt werden muss. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte machte bewusst, dass jede und jeder Einzelne Verantwortung trägt – für Zivilcourage, für den Einsatz gegen Ausgrenzung und Diskriminierung sowie für die Bewahrung demokratischer Werte.




